Usatalhalle / Mehrzweckhalle – was denn nun?
Nachdem der Bürgermeisterwahlkampf entschieden ist, gratulieren wir dem zukünftigen Bürgermeister Jörg Wetzstein natürlich herzlich. Eines der brennenden Themen während des Wahlkampfes war die zukünftige Entwicklung der Usatalhalle, bzw. der Neubau der beschlossenen Sporthalle auf dem Parkplatz der Usatalhalle. Alternativ dazu wurde vor einigen Wochen erstmals ein Entwurf für eine Mehrzweckhalle am Standort ‚In den Weiden‘ – eingebracht durch eine Unternehmerinitiative – thematisiert.
Vielfach wurden die angeblichen Aussagen der Vereine von Seiten der Politik zitiert bzw. Standpunkte und Zustimmung angenommen. Woher auch immer dieses Wissen stammt, keine Ahnung, mit uns jedenfalls hat bis auf den neu gewählten neuen Bürgermeister noch niemand konkret gesprochen. Bislang hatten wir uns aber aufgrund des Wahlkampfes mit konkreten Äußerungen zurück gehalten. Nichtsdestotrotz hat aber natürlich auch der MCC als Verein – und in keiner anderen Eigenschaft erfolgt diese Stellungnahme – ein fundamentales Interesse an einer akzeptablen Hallenlösung. Neben Fastnachtern sind die allermeisten unserer Mitgliederinnen und Mitglieder natürlich auch Bürgerinnen und Bürger von Ober Mörlen und an einer sowohl räumlich als auch finanziell tragbaren Lösung interessiert.
Grundsätzlich hat die bestehende Usatalhalle für die Abwicklung unserer Veranstaltungen grundlegende –natürlich auch baualterbedingte- Mankos. Neben der für die Sport treibenden Vereine verständlich unbequeme zeitlich begrenzte Sperrung der Halle aufgrund eines nicht vorhandenen separaten Bühnenteils gibt es weitere mittlerweile grundsätzliche Probleme bei der Nutzung. Dies sind aus unserer Sicht die offensichtlichen baulichen Mängeln der Halle, die Bewirtungsregelung sowie die immer weiter steigenden Kosten für Nutzung bei nicht steigender Qualität. Insgesamt können wir mit der aktuellen Situation und den gegebenen Möglichkeiten zur Umsetzung unserer Veranstaltungen leider nicht zufrieden sein. Immer höheren Kosten für die Ausgestaltung der Halle, der Organisation sowie durch behördlichen Auflagen stehen weiter sinkende Einnahmen entgegen, wie dies unser Kassenwart während der letzten Mitgliederversammlung anschaulich dargestellt hat. Dies alles muss durch entsprechend höheres zeitliches Engagement der Mitgliederinnen und Mitglieder ausgeglichen werden. Inwieweit dies zukünftig gelingt ist schwierig zu beantworten. Gleichzeitig entwickelt sich die Einnahmesituation ebenfalls negativ
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Wir stellen uns dazu natürlich die Frage: Wie geht dies beim Bau der Sporthalle auf dem Parkplatz der Usatalhalle weiter? Was bedeutet der Beschluss der Gemeindevertretung zum Neubau der Sporthalle auf dem dann nicht mehr als Parkplatz nutzbaren Areal? Wir sehen diese Umsetzung zumindest als problematisch. Neben dem Wegfall eines Großteils der Parkplätze im unteren Bereich der Usatalhalle ist es aktuell kein Thema mehr wie und mit welchem Plan (und Geld) eine mögliche Instandsetzung der alten Halle erfolgen soll. Welche Sanierungsschritte stehen dort noch an? Gibt es dazu einen Sanierungsplan mit konzeptionellen Zielen? Sind die räumlichen Gegebenheiten im Rahmen einer Sanierung evtl. an die neuen Bedarfe anzupassen? Die oft beschworene Pläne – gerade der kooperierenden Fraktionen (und auch deren Bürgermeisterkandidaten) als Befürwortern des Hallenneubau an der Usatalhalle in der Gemeindevertretung - sind bis zu uns leider nicht vorgedrungen. Die Interessen der Sport treibenden Vereine nach einer durchgängigen Verfügungsstellung von Räumen zur Durchführung des Angebotes können wir natürlich nachvollziehen. Es ist dazu auch vollkommen legitim entsprechende Anforderungen zu definieren. Für den MCC sehen wir allerdings konkrete Nachteile bei einer Umsetzung der geplanten Sporthallenlösung unterhalb der Usatalhalle. Wo werden zukünftig die Besucher der Fastnachtsveranstaltungen parken wenn dort ein Neubau errichtet wird? Doch sicher in den angrenzenden Anliegerstraßen, oder? Hier befürchten wir kurz-, bzw. mittelfristig Konfrontationen bzgl. der Lärmbelastung verbunden mit entsprechenden Auflagen. Übrigens war dies auch bereits während der im Jahr 2008 stattgefundenen Bürgerversammlung zu diesem Thema relevant. Leider wurde dem damals beauftragtem Lärmgutachter mit seinem Rat einen anderen Standort zu suchen das Wort entzogen bzw. dieses ignoriert. Als einer der größten Ortsvereine mit kulturell geprägtem Angebot für viele Gruppen und Aktive in unseren Reihen ist es nach unserer Meinung erforderlich auch dauerhaft finanziell tragfähige Lösungen umzusetzen. Insbesondere die aktive Beteiligung der betroffenen Vereine wird unsererseits als zwingend erforderlich gesehen.
Der jetzt vorliegende Alternativentwurf sollte ergebnisoffen geprüft und als Basis für eine objektive und nicht parteipolitisch geprägte Entscheidung dienen. Die Befürworter der aktuell angedachten Beschlussfassung zur Errichtung einer zusätzlichen Sporthalle am Lekkerkerkplatz sollten diese nochmals aufnehmen und prüfen. Dazu auch unser Appell: Bitte die Betroffenen mit ins Boot nehmen und konkret abfragen. Auch eine weitere Bürgerversammlung zur Vermittlung und zum Austausch des aktuellen Sachstands wäre sinnvoll. Warum nicht auch für ein solches Projekt – nach gründlicher Vorbereitung - einen Bürgerentscheid umsetzen? Wir könnten uns dies vorstellen!